
*Warum wurde ich Schiedsrichter?*
Meine Laufbahn als Fußballschiedsrichter begann am 15.03.2014 mit meinem ersten Spiel in der D-Jugend zwischen dem Marner TV und der SG Wilstermarsch. Schon damals war Fußball ein fester Bestandteil meines Lebens. Mit 16 Jahren spielte neben der Leidenschaft für den Sport auch der Gedanke an ein zusätzliches Taschengeld eine Rolle. Doch es war nicht nur der finanzielle Aspekt entscheidend: Mich reizte besonders die Möglichkeit, das Spiel aus einer völlig anderen Perspektive zu erleben. Statt selbst auf dem Platz zu stehen, wollte ich Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und das Spiel aktiv leiten.
Nach einem Anwärterjahr legte ich 2015 erfolgreich die Prüfung zum DFB-Schiedsrichter ab. Dieser Schritt bestätigte meinen Entschluss und gab mir die Möglichkeit, meine Begeisterung für den Fußball auf eine neue Art auszuleben.
*Was ist meine Motivation?*
Fußball ist für mich weit mehr als nur ein Hobby – es ist Leidenschaft, Ausgleich und ein wichtiger Teil meines Lebens. Als Schiedsrichter trage ich Verantwortung, fördere Fairness und sorge dafür, dass Spiele in einem geregelten Rahmen stattfinden. Genau diese Verantwortung motiviert mich bis heute.
Neben meiner Tätigkeit als Schiedsrichter engagiere ich mich intensiv im Verein als Trainer. Ich habe Mannschaften von der E-Jugend bis zur B-Jugend betreut, ebenso eine C-Mädchenmannschaft, die 2. Herren sowie die G-Jugend. Zusätzlich leite ich eine Ballspielstunde für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren. Diese vielseitige Arbeit zeigt mir immer wieder, wie wichtig der Ballsport für die persönliche Entwicklung und das soziale Miteinander ist.
Ein weiterer wichtiger Motivationsfaktor ist für mich das Ehrenamt. In einer Zeit, in der ehrenamtliches Engagement immer seltener wird, ist es mir ein besonderes Anliegen, meinen Beitrag zu leisten. Die Dankbarkeit der Menschen, sei es von Spielern, Eltern oder Vereinsmitgliedern, hat für mich einen hohen Stellenwert und bestärkt mich in meinem Engagement.
*Diverses*
In meiner Laufbahn gab es auch Unterbrechungen:
Zwischen 2017 und 2019 pausierte ich meine Schiedsrichtertätigkeit aufgrund anderer Ehrenämter im Verein.
2018 wurde ich vom DFB zum Fußballhelden geehrt.
2019 kehrte ich jedoch zurück und übernahm zusätzlich Verantwortung als Schiedsrichterobmann, eine Funktion, die ich über vier Jahre hinweg ausübte. Diese Rolle hat mir nicht nur organisatorische und soziale Kompetenzen vermittelt, sondern auch gezeigt, wie wichtig Teamarbeit und Unterstützung innerhalb der Schiedsrichtergemeinschaft sind.
Zusammenfassend -um auf den eigentlichen Punkt zu kommen- ist meine Tätigkeit als Schiedsrichter ein zentraler Bestandteil meines Lebens. Sie verbindet meine Leidenschaft für Fußball mit Verantwortungsbewusstsein, Engagement und dem Wunsch, aktiv etwas für den Verein und die Gemeinschaft zu leisten.
Julian Becker


