
Landesrekord für TuRa-Staffel
„Das war ein perfektes Wettkampfwochenende.“, resümierte Susan Tharra die Norddeutsche Mastersmeisterschaften 2023. Als einziger Verein aus Dithmarschen entsandte TuRa Meldorf Schwimmerinnen und Schwimmer nach Hannover. Aufgrund der Vielzahl an Meldungen von 148 Vereinen aus 8 Landesverbänden mit 2357 Einzelstarts und 262 Staffeln dauerte allein der erste Wettkampftag schon 12 Stunden, war aber vom Ausrichter gewohnt professionell organisiert. Trotzdem merkte man den geschwommenen Zeiten der Teilnehmer am zweiten Tag die schwindenden Kräfte an.
Erstmalig trat TuRa in Staffelstärke an und konnte gleich mit den großen Vereinen mithalten. Der fünfte Platz in der 4x50m Lagen mixed Staffel bedeutete in der Zeit von 2:39,42 für Michael Braun, Björn Ley, Mareike Müller und Susan Tharra einen neuen Landesrekord in der AK 200+. Über 4x50m Freistil mixed reichte es in 2:15,72 für den siebten Platz.
Extra für die Staffel war Mareike Müller (AK 25) angereist. Schon mal vor Ort startete sie in ihrer sehr stark besetzten Altersklasse über 50m Freistil und 50m Rücken, wo sie in 39,08 einen respektablen siebten Platz belegte.
Michael Braun (AK 70) konnte ein besonderes Vorhaben umsetzen. Der dienstälteste TuRa-Schwimmer, der trotz seines Wohnortwechsels nach Mecklenburg-Vorpommern weiterhin seinem Verein treu geblieben ist, hatte sich vorgenommen, bei jedem seiner Starts den jeweiligen Landesrekord seiner Altersklasse zu unterbieten. Dies gelang ihm eindrucksvoll. Über 200m Freistil in 03:19,74, 50m Schmetterling in 00:46,22, 400m Freistil in 07:04,09, 100m Rücken in 01:45,28 und 200m Lagen in 04:03,83 ist er nun Rekordhalter, über 200m Freistil, 400m Freistil und 200m Lagen gleichzeitig auch noch Norddeutscher Mastersmeister der AK 70.
Auf die Freistilstrecken konzentrierte sich diesmal Susan Tharra (60). Stilistisch sauber und energiegeladen lieferte sie sich mit ihren Konkurrentinnen spannende Kämpfe und nahm einen vollständigen Medaillensatz mit nach Hause. Sie wurde über 200m Freistil in 03:03,46 Dritte, über 400m Freistil in 06:22,67 Zweite und über 800m Freistil in 13:18,67 mit neuem Landesrekord Norddeutsche Mastersmeisterin AK 60.
Als er für seinen zweiten Platz über 50m Brust nur 2 Zehntel hinter Chris-Carol Bremer die Silbermedaille umgehängt bekam, schwärmte Björn Ley (AK 50): „Endlich wieder richtig schöne Medaillen.“ (Sie zeigen den Umriss der teilnehmenden acht Landesverbände). Auch über 200m Lagen wurde er Zweiter. Am zweiten Wettkampftag holte er sich dann noch die Titel über 400m Lagen und über 200m Rücken. Über 100m Rücken verbesserte er seinen eigenen Landesrekord in der AK 50 auf 1:20,68 und belegte damit Platz vier.
Björn Ley









Nach der Corona-Pandemie läuft auch im Schwimmsport der Wettkampfbetrieb endlich wieder an. Der 20. Hebbel-Pokal im Wesselburener Freibad war mit 667 Starts von Schwimmerinnen und Schwimmern aus 11 Vereinen aus Hamburg und Schleswig-Holstein sogar deutlich besser besucht als im Jahr 2019.
Björn Ley (AK 50) nahm in diesem Jahr eine Silber- und zwei Bronzemedaillen mit nach Hause, landete aber gegen die starke norddeutsche Konkurrenz trotz guter Zeiten nicht ganz oben auf dem Treppchen. Bei drei seiner Starts stellte er aber in seiner Altersklasse neue Landesrekorde auf (100m Rücken: 1:21,73; 400m Lagen: 6:01,95; 200m Rücken: 2:50,89).





Nach eineinhalbjähriger Pause trafen sich in den letzten Wochen Schwimmerinnen und Schwimmer vermehrt wieder, um sich im Wettkampf zu messen. Beim 11. Norderstedter Langstreckenschwimmen an diesem Wochenende war auch TuRa Meldorf vertreten. Anders als in den Vorjahren gab es keinen Massenstart, sondern stattdessen Einzelstarts mit fünf Sekunden Abstand. Dadurch wurde zwar das Teilnehmerfeld entzerrt, es war aber auch schwierig, die eigene Position und die eigene Zeit während des Schwimmens einzuschätzen. Der routiniert organisierte Wettkampf fand bei kühltrübem Wetter und kaum Wind aber mit fast 20°C Wassertemperatur unter angenehmen Schwimmbedingungen statt. Pandemiebedingt gab es in diesem Jahr kein Veranstaltungsshirt und am Ende wurde auch auf eine ausführliche Siegerehrung verzichtet. Aber jeder Teilnehmer erhielt eine Medaille und die ersten drei jeder Altersklasse einen kleinen Pokal.



