Erfolgreiches Freiwasserwochenende
Im Rahmen der 10. Offenen Norddeutschen Freiwassermeisterschaften 2023 am 01. und 02. Juli konnte auch zum ersten Mal nach den pandemiebedingten Absagen das 21. Möllner Seeschwimmen im Luisenbad am Schulsee Mölln durchgeführt werden. Über die 5 km am ersten Wettkampftag startete noch kein Schwimmer von TuRa Meldorf. Björn Ley (1971) nutzte aber am Nachmittag beim traditionellen Möllner Seeschwimmen die Gelegenheit, sich mit dem Wasser und der Wettkampfstrecke vertraut zu machen. Die 1000 m gewann er in der Altersklasse 1981 und älter in weniger als einer Viertelstunde (14:20,04).
Gut eingeschwommen startete er am nächsten Tag über 2,5 km. Das intensive Training der vergangenen Wochen zahlte sich hier aus, indem er exakt ein Jahr, nachdem er den Landesrekord (AK 50) über diese Strecke erschwommen hatte, diesen in 39:13,26 um eine weitere Minute verbesserte. Auf norddeutscher Ebene reichte diese Leistung für den dritten Platz in der AK 50; auf Landesebene für den Meistertitel.
Der Höhepunkt des Tages war die abschließende 3 x 1250 m – Staffel. Bei inzwischen starkem Wind mit stürmischen Böen entstand selbst auf dem Möllner See ein herausfordernder Wellengang.
TuRa startete in der AK 121+ mit Finn-Momme Ley (2002), für den es nicht nur der erste Freiwasserwettkampf, sondern auch sein erster Start als Mastersschwimmer war. Trotz fehlender Erfahrung konnte er sich – gerade in der schwierigen Massenstartphase – sehr gut behaupten. Nach dem Wechsel spielte Susan Tharra (1962) ihre ganze Erfahrung aus. Sie hatte auf einen Einzelstart verzichtet, um sich ganz auf die Staffel zu konzentrieren. Bei den gegebenen Bedingungen kam ihr auch das ausgiebige Training in der stürmischen Nordsee zugute, so dass sie in aussichtsreicher Position auf Björn Ley als Schlussschwimmer wechselte. Als dieser nach insgesamt 1:05:12,08 im Ziel anschlug, wusste noch niemand, wie das Rennen ausgegangen war, da man im Freiwasser meist nicht die Gegner, deren Position oder deren Altersklasse erkennen kann. Um so größer war der Jubel bei der Siegerehrung, als klar wurde, dass es völlig unerwartet für den Landesmeistertitel, knapp vor dem Flensburger SK und den Gastgebern aus Mölln gereicht hatte. Auf norddeutscher Ebene bedeutete dies immerhin einen respektablen 4. Platz.
Nun bereiten sich Susan und Björn auf den Ötillö-Swimrun in Göteborg, dem Heimatland des Swimruns, vor (https://otilloswimrun.com/race/otillo-swimrun-gothenburg, https://youtu.be/o3sulSiNYZw).
Björn Ley










Nach der Corona-Pandemie läuft auch im Schwimmsport der Wettkampfbetrieb endlich wieder an. Der 20. Hebbel-Pokal im Wesselburener Freibad war mit 667 Starts von Schwimmerinnen und Schwimmern aus 11 Vereinen aus Hamburg und Schleswig-Holstein sogar deutlich besser besucht als im Jahr 2019.
Björn Ley (AK 50) nahm in diesem Jahr eine Silber- und zwei Bronzemedaillen mit nach Hause, landete aber gegen die starke norddeutsche Konkurrenz trotz guter Zeiten nicht ganz oben auf dem Treppchen. Bei drei seiner Starts stellte er aber in seiner Altersklasse neue Landesrekorde auf (100m Rücken: 1:21,73; 400m Lagen: 6:01,95; 200m Rücken: 2:50,89).





Nach eineinhalbjähriger Pause trafen sich in den letzten Wochen Schwimmerinnen und Schwimmer vermehrt wieder, um sich im Wettkampf zu messen. Beim 11. Norderstedter Langstreckenschwimmen an diesem Wochenende war auch TuRa Meldorf vertreten. Anders als in den Vorjahren gab es keinen Massenstart, sondern stattdessen Einzelstarts mit fünf Sekunden Abstand. Dadurch wurde zwar das Teilnehmerfeld entzerrt, es war aber auch schwierig, die eigene Position und die eigene Zeit während des Schwimmens einzuschätzen. Der routiniert organisierte Wettkampf fand bei kühltrübem Wetter und kaum Wind aber mit fast 20°C Wassertemperatur unter angenehmen Schwimmbedingungen statt. Pandemiebedingt gab es in diesem Jahr kein Veranstaltungsshirt und am Ende wurde auch auf eine ausführliche Siegerehrung verzichtet. Aber jeder Teilnehmer erhielt eine Medaille und die ersten drei jeder Altersklasse einen kleinen Pokal.

